Scharfschützenabend

Scharfschützenabend, 10. November 2017 im Sternen Thörishaus

Scharfschützenabend, 10. November 2017 im Sternen Thörishaus

Der Einladung zum Abend der  Scharfschützen 2017 folgte auch dieses Mal wieder eine beträchtliche Anzahl Gäste. Man traf sich am Freitag, 10. November 2017 um 18.45 Uhr im Gasthof Sternen in Thörishaus.

 

Nach dem Apéro und der Begrüssung durch den Präsidenten Frank Pfirter kamen die Teilnehmenden in den Genuss eines vorzüglichen Menus, welches uns vom Sternen-Team serviert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass man dem feinen Fleisch auf dem Teller ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte schenken sollen, als in den Jahren zuvor – aber dazu später…

 

Beim Intermezzo nach dem Essen fand Frank wie immer passende Worte zu ernsten, aktuellen und auch nachdenklich stimmenden Themen, rundete diese allerdings mit seiner gewohnt erfrischenden Art gekonnt ab, so dass trotz allem Hoffnung für die Zukunft der Scharfschützen, den Weltfrieden und das Gute in der Menschheit bestehen bleibt.

 

Beim Absenden wurden die treffsichersten Schützen der letzten Saison ausgezeichnet und mit Applaus gefeiert.  Auch wurde der Glücksstich 2017 unter den Anwesenden ausgelost.

Beim anschliessenden Wettbewerb rief uns Frank nochmals das herrliche Nachtessen in Erinnerung, indem er von uns wissen wollte, wie viel Fleisch Roger Neeracher insgesamt für uns zubereitet hatte. Der tatsächlichen Menge kam Edi Regenscheidt mit seiner Schätzung am nächsten und konnte als erstes einen Preis vom reich bestückten Gabentisch aussuchen. So fanden auch dieses Jahr diverse Pralinéschachteln und Weinflaschen (Denner – einer für alle…) neue Besitzer.

Zwar war ich in diesem Jahr weder treffsicher noch gut genug im Schätzen, um diesen Beitrag schreiben zu dürfen oder Pralinés zu gewinnen. Jedoch übernehme ich diese Aufgabe stellvertretend für Edi Regenscheit, der in diesen Tagen gerade mit seinem Umzug beschäftigt und froh war, sich nicht auch noch darum kümmern zu müssen. Ich hoffe er ist inzwischen gut im neuen Heim angekommen und kann nun die neuen vier Wände geniessen.

Ein «Bettmümpfeli» in Form eines Pralinés gab es für mich dann auch noch, da einer der gewonnen Preise an unserem Tisch gleich für die Allgemeinheit geöffnet wurde.

Ich danke herzlich für die Einladung, die Organisation und das feine Essen und wünsche allen ein gesundes, erfreuliches und erfolgreiches Jahr 2018!

                           

                                                                                                          Sara Jud-Nardone

Scharfschützenabend vom 18.November 2016

«Dr’Scharfschützeabe»

Als Brichtschribere höcklet me imene gäbige Stuel u überlegt sich di ganzi Gschicht. Me lat sich vo dr Muse la küsse, büschelet  Wörtli u Sätzli zäme  sitzt a Kompi…. u de wird’s ganz anders als me dänkt het! Drum läset was ig öich möchti brichte……….

I ha  i mine Erinnerige kramet u zrügg dänkt was für mi als Chind dr’Scharfschützeabe bedütet het. Mini Eutere si im Winterhalbjahr so zwöi-drü-mal ane Ball gange. D‘Mama het de eine vo irne schöne, länge Röck parat gmacht u sorgfältig glettet, ihres Cape u ds chline Handtäschli us schwarzem Laggläder u di  elegante Tanzschueh  zwäggleit. Em  Papa si Bchleidig mit em schwarze Veston u de Hose mit de silberige Streife isch bürschtet u dämpft worde,  äs wisses Hemli u die silberigi Grawatte si zwäg gsi u de isch d’Ballnacht  vor der Türe gstande. Dr wichtigscht vo dene Aläss isch immer dr’Scharfschützeabe gsi, im grosse Saal vom Kursaal z’Bärn. D’Eutere si parat gsi zum ga, z’Tante Rösi het bi üs Chind z’Kommando überno u dr Herr Langenegger isch mit em Taxi vorgfare.  Wes het gschneit oder grägnet, de het d’Mama irer Tanzschueh imene spezielle Täschli mitgno u dr Papa het über siner Laggschueh ä Galosche gschtülpet, dass däne ungerwägs ja nüt passieri! Mi hets natürlech immer unerchannt wunger gno, was de a somene «Scharfschützeabe» alles z’erläbe wäri. Wenn de us dr Schuel bisch u dr Tanzkurs bsuecht hesch, näme mir di de mit, hets albe gheisse. U de isch es im Winter 1960 so wit gsi…. Einisch im Herbscht si d’Mama u ig zu üsere Schnidere ga Modebüecher aluege u dert han ig mir ds Muschter für mis Chleid für ä Scharfschützeabe dörfe usläse. Churz hets Chleid müesse si, nume bis knapp übers Chnöi u mit emene stife Ungerrock. De si mir id’Stadt gfare u i ha us vilne schöne Stöff dä usgsuecht wo mir am beschte het gfalle – ä hällblaue Sidedamascht.  Uf äm Heiwäg si mer no bim Schuehgschäft «Maikler» verbi u dert  hei mir d’Oma troffe, wo mir äs Paar wunderschöni, eleganti Schüeli gkouft het. D’Ouge hei me usgläse als d’Füess, aber das isch mir nid so wichtig gsi. Dr’Abe vom Fescht isch cho u zum Glück hets weder gschneit no grägnet u gli scho si mir mit em Taxi bim Kursaal vorgfare. Jet zisch äs losgange…… ig bi unzählige nätte Lüt vorgschellt worde, d’Froue hei mer mit äs paar fründleche Wort Muet gmacht u d’Manne hei ä chlini Verböigig adütet. Mir isch äs fascht gschmuech worde u dr Chopf het gsuret. De si mir i gross Saal cho……… wunderschön deckti Tische mit wisse Tischtüecher, Cherze u Blueme u a üsem Tisch si scho d’Grosseutere gsässe. Beidi sicher unghürstolz, dass iri Änkelin jetz id’Gsellschaft igfüert wird. Mi Tanzpartner, won ig vorhär nid kennt ha isch mir vorgschellt word e. Är het sini Konfschale anne gha, das hani sofort gseh u drum bin ig de scho glücklich gsi, i mim hällblaue sidige Troumchleid u bi wi ufere Wulche umegschwäbt o wes de Füess nid so wohl isch gsi derbi.  Vor äm Ässe het de no ä grossi Wanderig agfange. D’Manne vorab, d’Froue u di junge Lüt hindenache isch me am unghür länge Tisch mit de Ehregabe u de Trophäe für di beschte Schütze verbi pilgeret. D’Manne hei gluegt u d’Froue hei bestimmti  Kunzine ghä, was si de sötte usläse we si de a d’Reihe chömi. Ändlech het dr Abe richtig agfange. Dr Conférencier het alli begrüesst u de dr Herr Presidänt uf d’Bühni bittet. Dä het  mit «markige»  Wort alli willkomme g’heisse u üs jungi Lüt, wo ds erschte Mal am Scharfschützeabe derbi si gsi namentlich ufgrüeft. Mir si ufgstande u alli hei gklatschet, das isch mir vorhär würklech no nie passiert! De isch ds Ässe serviert worde u ig bi froh gsi, dass mir d’Mama no het ä Kurs ghä gha, wie me de di vile Löffle, Gable u Mässer näbem Täller o richtig brucht. De het d’Musig zum erschte Tanz bäte u plötzlich si nume no mi Tanzpartner u ig am Tisch gsässe. Är het du äuä ds Härz i beidi Händ gno u mi zum Tanz ufgforderet. Äs isch ganz guet gange, mir si beidi im Takt gsi u hei d’Schritte vom Tanzkurs usprobiert. Anderi jungi Bursche hei mit mir wölle tanze u äs isch fröhlich u gmüetlich gsi. Äs guets Orcheschter, nätti Tänzer, ä Zouberkünschtler wo üs mit sine Künscht würklech verzouberet het, ds feine Ässe und dr Conférencier mid sine luschtige Schprüch, für mi häts so chönne witerga. Aber d’Schütze, vor allem di eutere Semeschter si immer ungeduldiger uf irne Stüel umegrütscht u de ändlech het dr Herr Presidänt wider z’Wort ergriffe u dr Herr Ober- Schützemeischter isch mit ere länge Lischte ir Hang mit würdige Schritte uf d’Bühni gange. Jetz het d’Rangverkündigung agfange u stolz isch ei Schütz nach em andere a gross Gabetisch füre  u het das Gschänk zrügg bracht, wo sini Frou vorhär scho het usgläse  gha. De het äs no en anderi Ehrig gä, mit Trohpäe, spezielle «Schützechränz», Silberplatte u Channe, Medaille, gheimnisvolle Couvert u sametige Schmucktruckli. Mi Papa het d’Trophäe mit em wehrhafte Schwiizer wider dörfe mitnäh. Ig ha dä wehrhaft Schwiizer einisch uf dr Schuelreis, im Original d’Schwiiz vor äm Bundesbriefarchiv gseh gha. Am meischte Fröid, han ig dänkt, wird sicher dr Jöggu, üse Wällesittich ha, wo däm Ma us Messing, wo i üsem Bluemefänschter albe z’Jahr verbracht het, gärn uf dr Schultere isch ghocket u het Radio glost. D’Mama het de dr wehrhaft Schwiizer wider müesse abstoube u putze, we dr Vogel öppis verlore het.  Rich a Erläbnisse u ig mit vilne nöie Erfahrige si mir de nach Mitternacht wieder hei cho. Äs paar Jahr schpäter isch de mi Brueder Hans id Gsellschaft igfühert worde – ir Konfschale u mit emene erfolgrich abschlossene Tanzkurs. Är het denn aber o scho am Ehregabetisch chönne ä Priis ussueche, wüll är als junge Ma het dörfe ä Jungschützekurs bsueche. Är het mi de ar Wiehnachte mit emene moderne Haarföhn überrascht, won är het usegschosse u das het  mi bsunders gfröit! Glii druf isch mir de dr Ruedi begägnet, nid bi de Schütze – bim Alpeklub. Mi Grosspapa het natürlech drufdrängt, dass är sofort bi de Scharfschütze isch Mitglied worde u das isch jetz wiit über füfzg Jahr här. Sit denn si mir all die Jahr immer zäme a Scharfschützeabe gange u hei mit üsne Fründe gmüetlechi, unvergässlechi Stunde erläbt. Tradition isch äs o gsi, dass äs Grüppeli immer no bir einte oder andere Familie bim Gaffee u Chueche bis i früeche Morge isch zäme ghöcklet u brichtet het.  Langsam isch i dene lange Jahre mängs verlore gange. Vom elegante Kursaal isch dr Scharfschützeabe  i Saal im Bahnhofbuffet Bärn züglet. Dert het es keis Orcheschter, kei Conférencier, kei Zauberkünschtler meh gha u o dr Ehregabetisch isch chürzer worde.D’Scharfschützefamilie isch chliner worde, aber d’Fründe si zäme blibe u mi het ou underem Jahr schöni Momänte zäme erläbt. De heimer mänge schöne Abe im Bäre z’Oschtermundige gfiret, gmüetlech isch äs immer gsi, än Ehregabetisch hets nümme gha u d’Lischte mit de Schütze wo Trophäe u Medaille gwunne hei isch immer chürzer worde.

U jetze, das Jahr? Mir si wieder amene andere Ort deheime, jetz  im Stärne z’Thörishus. Gmüetlech isch dr Abe gsi, fein z’Ässe, interessanti Gschpräch heim mer gfüert u derbi d’Wält wölle verbessere. Dankbar u z’fride si alli gsi, dass mir mit guete Fründe dörfe ä schöne  Abe gniesse im Fride u ir Sicherheit  i üsere Wält wo so uruhig worde  isch. Vo früner, wie’s alben  isch gsi, hei villicht es paar elteri  Schütze tröimt.  Anderi hei sech gfröit, dass sie äs Scharfschützeglas,  Praliné oder ä Fläsche guete Wii  hei dörfe mit hei nä, wüll si dür ds Jahr düre d’Schibe am beschte troffe hei.  Schön isch äs gsi, dass üser Fründe vo de «Carabinier de Lausanne» wi alli Jahr, a däm für üs  ganz bsundere Abe o wider  bi üs si gsi. O jungi Lüt si mit üs am Tisch gsässe  u das git doch Hoffnig für Zuekunft vo de Scharfschütze.  Dr Herr Presidänt het lunigi Wort gfunde u ä spannende Wettbewärb agseit. Wüll ig bi däre Schätzfrag am Resultat am nächschte cho bi, han ig öich  jetze die churzi Gschicht mit em Abstächer id Vergangeheit  ufgschribe. Jetz sitzen ig wider im gmüetleche Stuel,  lise u überlege öb äs ächt ä Müglechkeit gäb die einti oder anderi Tradition wider izfüere? Z’drüber nachestudiere überlan ig jetz öich allne. Häbets guet, gniesset d’Schiess-Saison u immer «guet Schuss»!  Mir alli fröie üs ufe ä nächschte Scharfschützeabe,  im Novämber vom nöie Jahr.

                                                                                  Madeleine Jaggi/Dezämber 2016

Scharfschützenabend vom 13. November 2015

Wie der Scharfschützenabend im «Sternen» Thörishaus begonnen hatte, kann ich leider nicht sagen, da ich wegen Terminkollision mit der Einladung meiner Enkelin zu ihrer Vernissage erst während des Nachtessens dazu stossen konnte. Zumindest für das Dessert kann ich aber bestätigen, dass es ausgezeichnet war. Nach dem Essen konnten mehrere Vereinschampions ihre Preise für Leistungen im vergangenen Jahr in Empfang nehmen. Frank, unser Präsident liess uns das Vereinsjahr 2015 Revue passieren. Danach hatte er sich etwas Besonderes einfallen lassen:

Einen Schätzwettbewerb mit der Frage: «Wie viel Papier befindet sich auf einer  WC-Rolle?» Die Anwesenden konnten ihre Antwort schriftlich einreichen.  Ich rechnete kurz nach: Etwa 250 Abschnitte zu etwa 15 cm Länge sollten so in  etwa 37.5 m ergeben. Nach fachkundigem Aufrollen und Nachmessen unter strenger Aufsicht stand das Resultat fest: 37.8 m. Und siehe da: meine Schätzung lag nur  30 cm daneben. Ich durfte somit den ersten Preis, ein Blumenarrangement, in Empfang nehmen, gekoppelt mit dem Auftrag, etwas Text über den Abend für den beitragshungrigen «Scharfschütz» zu «brünzeln». Nicht als Strafe natürlich, sondern sozusagen als vorweihnächtliche Nebenbeschäftigung. Nun ist daraus, infolge anderweitigen Verpflichtungen, eine nachweihnächtliche geworden und ich hoffe, dass alle Vereinsmitglieder die Festtage gut und nicht zu kalorienreich überlebt haben.

            Rolf Klingler