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Muss ich meine Sport-/Ordonnanz-Waffen nachregistrieren?

Pfirter Frank 03.12.2018

Diese Frage beschäftigt je länger je mehr Schützinnen und Schützen im Sport- und Vereinsbereich. Die Antwort darauf wird auch mit den ständigen Revisionen und politischen Vorstössen zunehmend komplizierter.

Wichtig ist, dass die Grundlagen und Neuerungen immer in der Broschüre schweizerisches Waffenrecht (zum Download anklicken) vom Fedpol aktuell gehalten werden.

Was leider nicht darin beschrieben ist und momentan gültig ist: in der Schweiz müssen nur jene Waffen in den kantonalen Registern eingetragen sein, die nach dem 12. Dezember 2008 gekauft resp erworben wurden.

Konkret heisst das für uns Scharfschützinnen und Scharfschützen, dass unsere Ordonnanz- und Sportwaffen (die vor dem 12.12.2008 in unserem Besitze waren) nicht nachregistriert werden müssen.

Ganz klar ist auch, dass der Prozess für die nach dem 12.12.2008 erworbenen Waffen (oder zu erwerbenden Waffen) nach den Vorgaben in der Broschüre zu erfolgen hat.

 

Das neue Waffengesetz hingegen würde wie folgt ergänzt:

  • neu würden die Sturmgewehre 90 und 57 zu den verbotenen Waffen zählen und dürften nur noch mit einer Ausnahmebewilligung erworben werden.
  • alle Besitzer einer solchen Waffe müssten diese innerhalb von drei Jahren der zuständigen kantonalen Behörde melden, wenn die Waffe nicht bereits registriert ist (diese Nachregistrierung wurde übrigens von Volk und Parlament 2011 in der Abstimmung abgelehnt).
  • gemäss dem neuen Gesetz erhält eine Ausnahmebewilligung nur, wer Mitglied in einem Schützenverein ist oder regelmässig schiesst.

 

Auf Grund dieser Aussagen und Facts kann sich jeder selber genau überlegen, ob ein Referendum sinnvoll ist oder nicht – lasst uns darüber diskutieren, ohne Emotionen aber mit Sachverstand.

Der Präsident Frank Pfirter